Patientenbefragungen
Erfolg und Überleben der Krankenhäuser hängen wesentlich davon ab, ob sie schneller und besser
lernen als ihre Mitbewerber. Zur Selbstreflexion benötigen Kliniken Werkzeuge, die das Lernen fördern.
Patientenbefragungen gehören dazu. Sie sind – richtig gemacht und wissenschaftlich getestet – ein
Spiegel, in dem sich Krankenhaus und Mitarbeiter »erkennen« können. Der von Prof. Holger Pfaff
und seinem Team entwickelte Kölner Patientenfragebogen (KPF) ist solch ein zuverlässiger Spiegel.
Mit dem KPF und unserer Befragungssoftware – dem Inquery® Survey Server – bieten wir sowohl
inhaltlich als auch technologisch eine Komplettlösung für Ihre Patientenbefragungen.
| Holger Pfaff ist Professor für »Medizinische Soziologie« an der Universität zu Köln und leitet das unabhängige
Institut für Organisationsdiagnose und Sozialforschung (IfOS).
|
Was ist der KPF und was kann er?
Der KPF erfasst in wissenschaftlich getesteter Weise alle Teilleistungen der krankenhausärztlichen Versorgung
aus der Sicht der Patienten. Zusätzlich ermöglicht es der KPF, management- und marketigrelevante
Patienteneinstellungen zuverlässig zu messen.
Der KPF versteht sich als Sammlung von wissenschaftlich geprüften Fragen und Skalen (Bündel von Fragen), die modular zusammengesetzt werden
können. So kann der Fragebogen – je nach Informationsbedarf und Anzahl der Module – sehr kurz (z.B. eine Seite) oder lang (z.B. 6 Seiten) sein.
Der KPF wurde im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes sorgfältig entwickelt und getestet. Seit 1998 wird er ständig weiterentwickelt.
In der Zwischenzeit ist der KPF bei über 14.000 Patienten und Patientinnen erfolgreich sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz eingesetzt
worden. Entsprechend breit ist die Basis für das Krankenhaus-Benchmarking.
Der Kölner Patientenfragebogen (KPF)
- bildet die subjektive Sicht der Patienten ab
- besteht aus reliablen und validen Instrumenten und genügt damit wissenschaftlichen Qualitätsstandards
- wird ständig weiterentwickelt
- ist modular aufgebaut
- zeigt Veränderungspotenziale auf
- wird routinemäßig in vielen Krankenhäusern eingesetzt und ist ein generisches, d.h. für alle Patienten geeignetes Instrument
|
Welche krankenhausmerkmale kann der KPF messen?
Inhaltliche zusammengehörige Fragen des KPF werden auf der Basis psychometrischer Tests zu managementrelevanten
Kennzahlen verdichtet (Pfaff et al. 2004). Insgesamt wurden bisher ca. 50 verschiedene Kennzahlen entwickelt, welche inhaltlich
den folgenden Themenkomplexen zugeordnet werden können:
- Krankenhausorganisation (z.B. Kennzahl "Aufnahmeabwicklung")
- Krankenhausleistungen (z.B. Kennzahl "Zimmerausstattung")
- Interaktionsqualität Ärzte (z.B. Kennzahl "Vertrauen zu Ärzten")
- Information und Kommunikation (z.B. Kennzahl "Medizinischer Informationsbedarf")
- Einbeziehung in die Behandlung (z.B. Kennzahl "Patientenaktivierung durch Ärzte")
- Koproduktion/Beschwerdemanagement (z.B. Kennzahl "Verärgerung")
- Interaktionsqualität Pflege (z.B. Kennzahl "Vertrauen zu Pflegekräften")
- Patienteneinstellungen (z.B. Kennzahl "Aufklärungsbedürfnis")
- Zufriedenheits-"verwässerer"(z.B. Kennzahl "Entschuldigungstendenz")
- Qualität des Krankenhauses insgesamt (z.B. Kennzahl "Qualität medizinischer Behandlung")
- Atmosphäre (z.B. Kennzahl "mangelnde Diskretion")
- Krankenhausaufenthalt insgesamt (z.B. Kennzahl "Zufriedenheit")
Der KPF: ein Instrument der modernen Personal- und Organisationsentwicklung
Der KPF kann auf der Ebene der Fragen und der Kennzahlen ausgewertet werden. Die Auswertung der Fragen ist sehr anschaulich und liefert oft direkt
Anregungen für Verbesserungen im Bereich der Krankenhausorganisation. Die Ebene der Kennzahlen ist abstrakter, weil hinter einer Kennzahl mehrere
Fragen »stehen«. Durch die statistisch abgesicherte Bündelung der Fragen zu einer Kennzahl wird diese jedoch zuverlässig und messgenau. Die Kennzahlen
ermöglichen, echte Vergleiche zwischen Kliniken durchzuführen, da die Differenzen zwischen den Kliniken "für bare Münze" genommen werden dürfen und
nicht das Resultat von Messfehlern sind. Außerdem dient der KPF auch als Grundlage für Zielvereinbarungen im Bereich des Krankenhausmanagements.
Fazit
Der KPF ist ein modularer Fragebogen, der vielseitig einsetzbar ist und eine zuverlässige Messung fast aller Dimensionen des Krankenhauses ermöglicht.
Zusammen mit dem Inquery® Survey Server ergibt sich so ein hochmodernes Instrument der Personal- und Organisationsentwicklung.
|
 |
 |
|
Nutzen Sie unsere Umfrage-Services und profitieren Sie von unserer Erfahrung aus über 1.000 Projekten.
|
 |
|