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Tipps

1. Informationsbedarf richtig definieren

Fragen Sie nicht um der schönen Fragen willen. Achten Sie vielmehr von Anfang an darauf, dass die zu erwartenden Ergebnisse auch praktisch nutzbar sind. Sorgen Sie daher dafür, dass Lob oder Kritik später auch hinreichend lokalisierbar sind, um darauf reagieren zu können. Und bedenken Sie auch, welche Erwartungen Sie mit Ihrer Befragung möglicherweise auslösen.

2. Weniger ist oft mehr

Dem inhaltlichen Umfang einer Befragung ist vor allem durch die Akzeptanz der Teilnehmer Grenzen gesetzt. Bei sonst gleichen Bedingungen gilt: je kürzer der Fragebogen, desto höher die Akzeptanz. Strapazieren Sie Ihre Teilnehmer daher nicht mit einem Rundumschlag. Fokussieren Sie sich daher auf einige wichtige und aktuelle Themen, die Sie auch unter Zuhilfenahme ausgewählter Mitarbeiter oder Kunden definieren können.

3. Eindeutige Fragestellungen

Mit mißverständlichen Fragestellungen oder Antwortmöglichkeiten lassen sich keine präzisen Ergebnisse erzielen. Achten Sie daher auf eine eindeutige und prägnante Formulierung. Bei internationalen Befragungen sollten Sie deshalb die Teilnehmer in ihrer Landessprache ansprechen.

4. Geeignete Skalen

Skalen sind immer ein Kompromiss zwischen höchstmöglicher Auflösung und übersichtlicher Darstellung. Bedenken Sie auch, dass ungerade Bewertungsskalen (3er, 5er, ...) je nach Fragestellung zu einer Häufung der mittleren Bewertung führen können.. Achten Sie auch auf verständliche Skalen: Wer sich darauf verläßt dass zum Beispiel eine "Schulnotenskala" von 1-6 auch international verstanden wird, wird möglicherweise schnell die Erfahrung machen, dass in der Schweiz die beste Note eine 6 ist.

5. Offene Fragen gezielt einsetzen

Offene Fragen generieren oft interessante Aussagen, sind jedoch nur mit hohem Aufwand auswertbar. Setzen Sie offene Fragen in Abhängigkeit von der Größe der Zielgruppe und Ihrem speziellen Informationsbedarf gezielt ein. Überlegen Sie auch im speziellen Fall, ob eine Substitution mit einer halboffenen Frage sinnvoll ist.

6. Achtung bei Matrixfragen

Matrixfragen bieten die Möglichkeit mehrere Items übersichtlich und schnell in einer gemeinsamen Skala abzufragen. Beachten Sie allerdings, dass sich die vom Teilnehmer zu treffenden Entscheidungen rasch potenzieren und die Akzeptanz negativ beeinflussen können. So führt beispielsweise die Matrixfrage in der untenstehenden Abbildung bereits zu 60 Entscheidungsmöglichkeiten.



7. Keine technischen Experimente

Eine nicht zu 100% funktionierende Online-Befragung kostet Ihrem Unternehmen bei Ihren Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten Imagepunkte und Sympathie. Verhindern Sie Frustration bei Ihren Teilnehmern und wählen Sie einen Anbieter, der Ihre Online-Befragung in reinem HTML umzusetzen vermag. Dies garantiert eine höchstmögliche Funktionssicherheit auf allen gängigen Systemen, mit unterschiedlichsten Browsern, bei allen denkbaren Einstellungen (z.B. deaktivierte Javascript-Funktionalität, ohne Flash-Plugins, etc.) und durch Firewalls hindurch.

8. Bestehendes Vertrauen nutzen

Halten Sie die Befragung im Corporate Design Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation um das damit verbundene Vertrauen für die Befragung zu nutzen. Geben Sie Ihren Teilnehmern bereits auf den ersten Blick die Sicherheit, dass die Befragung auch von Ihnen ist.

9. "Einladende" Einladungen

Langwierige und kompliziert formulierte E-Mail-Einladungen erhöhen nicht gerade die Akzeptanz der Befragung. Achten Sie auf eine möglichst kurze und attraktive Einladung. Kommunizieren Sie die wichtigsten Informationen zur Befragung:

  • Worum geht es?

  • Wer führt die Befragung durch?

  • Vor welchem Hintergrund?

  • Bis wann kann ich an der Befragung teilnehmen?

  • Erfolgt die Auswertung anonymisiert?


Und überlegen Sie sich, ob eine Vorankündigung Ihrer Befragung möglicherweise Sinn macht.

10. Angemessene Feldzeit

Die Feldzeit hängt von verschiedenen Kriterien ab. In der Praxis haben wir in den meisten Fällen mit 2-3 Wochen sehr gute Erfahrungen gemacht. Dies hat jedoch keine allgemeine Gültigkeit. Bei Papierfragebögen muss der Postweg berücksichtigt werden. Bei der Publikation einer Befragung im Web bzw. Intranet kann die Feldzeit auch bis zum Erreichen der gewünschten Stichprobenmenge ausgedehnt werden.

11. Optimaler Starttermin

Insbesondere bei Einladungen per E-Mail sollten Sie darauf achten, dass die E-Mail den Empfänger zu einem Zeitpunkt erreicht, wo sie nicht in einer Flut von Spam verloren geht. Berücksichtigen Sie daher je nach Zielgruppe beispielsweise Wochenenden, Feiertage oder Urlaubszeiten. Und auch innerhalb eines Tages gibt es schlechtere und bessere Zeitpunkte.

12. Response

Bedenken Sie bei Ihrer Erwartung an den Response, dass dieser von vielen Faktoren abhängig sein kann. So hat beispielsweise alleine die Beziehung zu Ihrer Zielgruppe einen erheblichen Einfluß auf die Teilnahmebereitschaft. So verfügt ein Großkunde eines Investitionsgüterherstellers mit großer Wahrscheinlichkeit über eine stärkere Bindung zu diesem, als ein Konsument zu einem Massenartikelhersteller.

13. Datenschutz

Berücksichtigen Sie geltende Bestimmungen zum Datenschutz. Bei Mitarbeiterbefragungen beziehen Sie am Besten frühzeitig Ihren Betriebsrat in die Konzeption des Fragebogens mit ein.

14. Gewinnspiele

Möchten Sie mit einem Gewinnspiel den Anreiz zur Teilnahme steigern, kann das durchaus eine gute Idee sein. Berücksichtigen Sie jedoch unbedingt die rechtlichen Vorgaben für Gewinnspiele. Und denken Sie daran, dass ein Gewinnspiel möglicherweise auch Teilnehmer anzieht, die ein größeres Interesse am möglichen Gewinn haben als an der ehrlichen Bekanntgabe ihrer Meinung.

15. Wirksamkeit von Maßnahmen

Führen Sie Ihre Befragungen regelmäßig durch. Nur so sind Sie in der Lage, die Wirksamkeit von Maßnahmen zu messen.


Fragebogen Beispiele
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